Verschlafen wirkend fährt Heinzi in der Früh mit dem Bus (13a) in die Arbeit. Nach langer, durch Zeitunglesen etwas verkürzter Busfahrt, erreicht er die Haltestelle seines Vertrauens. Die Türe schlägt hinter ihm zu und Heinzi schlendert in Richtung Büro. Nach wenigen Schritten bemerkt er ruckartig, dass er sein smartes Mobiltelefon (teuer) nicht in seiner Hosentasche mit sich führt. Erschrocken durchstöbert er die Tasche, aber es bleibt nicht auffindbar. Noch erschrockener schreitet er zurück, aber das Gerät befindet sich nicht auf dem Asphalt rund um die Station.

Mit etwas schnellerem Schritt geht ein nun nicht mehr so müde wirkender Heinzi ins Büro. Dort angekommen schreibt er eine Email an die WG-Kollegen, ob sein Händi eventuell im Zimmer zurückgelassen wurde. Wunderlicherweise ist Christoph schon wach (braver Student), kann aber nur vermelden, dass er das Telefon nicht finden kann. Heinzi ist jetzt unrund. Auch ist der „Offlinemodus“ eingeschalten, er kann also nicht einfach anrufen und hoffen, dass jemand das Handy bemerkt. Gerhard mein, jetzt kannst nix mehr tun. Es ist nicht fein, aber es gibt schlimmere Situationen. Kathi meint, eventuell bringt es ja ein ehrlicher Finder zurück. „Ja genau!“ entgegnet Heinzi, erinnert sich aber, als er im Winter jemandem das Handy zurück gebracht hat. Tja.

Unglücklichen Mausklicks wird das Portal des Betreibers angepeilt und dort die SIM-Karte komplett gesperrt. Kaum zurück im Büro versucht die Vermittlung einen leicht schmollenden Heinzi schon zum dritten Mal zu erreichen. Seltsam. Jetzt kriegt Heinzi einfach nur noch lachend, staunende Augen! Ein Fahrgast hat das smarte Telefon gefunden und dem Busfahrer gebracht. Dieser kannte das Telefon, hat den Modus geändert und zu Hause in Bludenz angerufen. Mein Vater hat dessen Nummer notiert und Sohn im Büro verständigt. Heinzi konnte den Busfahrer erreichen, welcher eine Haltestelle auf der Rückfahrt als Treffpunkt fixierte.

Mit süßem Gebäck vom Bäcker wartete ein richtig erleichterter und dankbarer Heinzi an der Haltestelle. Die staunenden Fahrgäste bei der Übergabe ignorierend wurde das Handy gegen das Gebäck getauscht und Heinzi konnte glücklich ins Büro zurück hüpfen. Leider musste er bis spät in die Nacht eine Sendepause einhalten, bis die SIM-Sperre wieder aufgehoben wurde.

Danke, lieber Busfahrer!!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

Wer eine WG eröffnet, der eine WG-Party schmeißt! Beinahe jedem (ehemaligen) WG-Bewohner dürfte dieses Motto mehr oder weniger geläufig sein. So war auch uns, Martin, Christoph und mir, bei unserem Einzug klar, dass solch ein Event eines Tages vor der Türe stehen würde. Erwähnenswert ist jetzt vielleicht, dass der Einzugstermin schon sein einjähriges Jubiläum hinter sich hatte.

Gründe für solch eine lange Durststrecke sind vor allem die zum Teil recht komplizierte Lebensweise der WG-Bewohner, als auch ein sehr kleiner Faible für solch ein Fest einzelner. Irgendwie konnte aber nach mehreren Überredungsanläufen ein Termin gefunden werden. Die nächste Einschränkung gab die Wohnung mit ihrer recht geringen Große (ca. 65 m²) vor. Deswegen war der Teilnehmeranzahl räumlich gesehen Grenzen gesetzt. Daher beschlossen Martin und Christoph, grundsätzlich nur Personen einzuladen, welche auch beim Umzug selbst geholfen haben. Ich war nicht dagegen, auch wenn ich eine Menge Personen mehr einladen hätte können bzw. müssen. Beim nächsten Mal werde ich Wiedergutmachung betreiben!

Wie kommt man eigentlich auf ein Motto wie „ Ich hab dich lieb“? Dahinter verbirgt sich eine kleine Anekdote, welche bis heute nicht geklärt werden konnte. Eines schönen Tages, es könnte aber auch regnerisch gewesen sein, fand Christoph an der Wohnungstür ein Post-It mit der handschriftlichen Aufschrift „Ich liebe dich“ plus Herzsymbol. Zur damaligen Zeit hatten sowohl er als auch Martin eine Freundin. Daher wurde der Fund zurückhaltend behandelt. Trotz ausschweifender Diskussion war es uns unmöglich auch nur zu erahnen, an wen die Botschaft gerichtet gewesen war. Daher, wichtige Botschaften sind unbedingt genau zu adressieren!

Schlussendlich waren gut 40 Personen auf der Gästeliste, was für diese Wohnung schon leichte Platzprobleme bedeuten kann. Erster Gedanke galt dem Wohl der Gäste, was da wäre Speis und Trank. Meine letzte WG-Party wurde durch ein Ermangeln an Trank leicht getrübt. Daher wurde gut dimensioniert geplant. Zum Thema Speis gab es dann wieder restriktive Parameter. Einige Gäste waren überzeugte Vegetarier und ein, zwei andere wiederum litten unter diversen Lebensmittelunverträglichkeiten. Der einzig offensive Parameter war, dass die Menge ausreichend sein sollte. Es wurde beschlossen, ein vegetarisches Chili auf Tofubasis zu brauen. Ich war so froh um meine „Vicious Viper“, ehrlich!

Das Einkaufen an sich war kein Problem, abgesehen vom schwereren Transport. Aber Dank eines ausgeborgten Einkaufswagens gab es nur geringe Schwierigkeiten. Die Deko der Party war wenig aufwendig, handelt es sich doch um eine Burschen-WG bestehend aus drei Gsibergern. Das Gekoche jedoch forderte dann wirklich Mühe und Zeit. Zwar habe ich schon öfters für viele Personen gekocht, aber es kommen einem dann doch in der Mitte große Zweifel. Im Vorfeld wurden zwei große Kochtöpfe organisiert, jedoch wurde im Verlauf des Kochens klar, dass der Platz zu wenig war. Genau genommen war der Platz schon alle, da war gerade die Hälfte der Zutaten darin enthalten. Erste Maßnahme war, zwei kleinere Töpfe zu vergattern. Dies half dann weiterzumachen, jedoch nur solange, bis auch dieser Raum dahin war. Verdammt! Es half nichts, es musste einfach so lange gekocht werden, bis der Flüssigkeitsverlust groß genug war, was nach zwei Stunden unter Volldampf erreicht wurde. Wie lange die Wohnung noch nach Chili riecht, lässt sich jetzt nur schwer abschätzen.

Die Party war ein Erfolg. Die Gäste waren gut drauf, das Essen schmeckte (scharf) und alle waren froh und frei. Gut, dass einigen das Essen zu scharf wurde, ist jetzt nicht wirklich mein Problem. Es wurde Warnung ausgegeben. Diverse Gäste ließen sich auch vom angekündigten Getränkevorrat nicht beirren und kamen in Begleitung eigener Flüssigkeiten. Aber so mancher Geschmack ist einfach zu ausgefallen, um berücksichtigt zu werden. Ich persönlich kenne jetzt niemanden, der sich Bananensaft kauft, um damit ebenfalls ausgefallene Spirituosen zu verdünnen. Dennoch, unter anderem dank exotischer Mischungen unter Zuhilfenahme fremder Getränke und Alkohol war auch ich bald in einem sehr gemütlichen Zustand. Nur ein Problem schien offensichtlich zu werden. Wesentlich Trinkfeste Gäste mussten kurzfristig absagen und es waren eben auch Getränke von Dritten vorhanden. Als Resultat daraus war der Konsum unserer Vorräte weit weniger voluminös, als berechnet. Schlussendlich blieb in etwa die Hälfte davon unangetastet. Vielleicht hätten Notfallmaßnahmen wie exzessive Trinkspiele diese Situation entschärfen können. Doch dazu kam es nicht.

So gegen drei Uhr in der Nacht gab die Party sich ein Ende und der harte Kern marschierte ins Einbaumöbel, wo ich noch etwa bis vier Uhr blieb und dann in mein Bett fliegen musste. Der nächste Morgen brachte die Erkenntnis, dass eine WG-Party einfach erst nach dem Aufräumen vorüber ist. Ganz abgesehen davon, dass literweise Bier und Wein und Mischgetränke wieder in Richtung Keller transportiert werden musste. Zur Feier der Feier wurde schließlich der Film „Das große Fressen“ zum Besten gegeben. Meine Empfehlung!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

ÖCV-Schimeisterschaften 2011   11. April 2011

Ich beginne mit dem zweiten Tag, hauptsächlich da der Vortag bis auf die Anreise sowie ein paar gemütlichen Bierchen wenig zu berichten hergab. Nun, der erste Renntag begann überraschend mit lästigem Kopfweh, was nicht als guter Anfang gewertet werden kann. Dass es sich eher nicht um Wetterkopfweh handelte, wurde nach einer Teambesprechung schnell klar. Das regionale Bier hat anscheinend Nachwirkungen.

Die erste Rennbesichtigung zu früher Stunde brachte folgendes Resultat. Etwa ein gutes Drittel der Teilnehmer ist mit Schirennanzug angereist. Irgendwie war dies für mich doch überraschend und zugleich negativ beunruhigend in Bezug auf meine Rennchancen. Die Piste war eisig und steil, der Kurs sehr anspruchsvoll und das Wetter ein wirklicher Traum. Sofort wurde mit Kaffee und Schiwasser dem hartnäckigen Kater der Kampf angesagt. Der erste Durchgang brachte die Erkenntnis, dass Schikadererfahrung in Jugendjahren auch später stark zur Rennzeit beiträgt. Auch der zweite Durchgang konnte daran nur wenig ändern. Dafür ist so ein Rennen mit zwei Durchgängen überraschend anstrengend. Daher wurde nur noch eine Stunde lang nach Rennende die Piste gebügelt, bevor die Teilreise zum Après-Ski angetreten wurde. Nach zwei Radlern hat sich die Idee einer allgemeinen Ruhephase als notwendig erwiesen. Während dieser Zeit traf Mulan in Mauterndorf ein und konnte unsere ersten Eindrücke (-> Kaff) bestätigen.

Egal, es galt den Empfangsabend auf der Burg und dessen Buffet nicht zu verpassen. Es wurde die Devise „Weißbier anstatt Helles“ ausgerufen und konsequent verfolgt. Das Buffet war heillos überdimensioniert und eines Couleurstudenten wahrlich würdig. Es gab weder Obst noch Gemüse – nicht einmal als Beilage! Ein Bbr. aus Wien, welcher tatsächlich Vegetarier war, musste hungriger von dannen ziehen und das obwohl es noch Kiloweise Fleisch, Wurst, Speckknödel, … gegeben hätte. Ist schon bitter so eine Situation. Nun ging aber das Weißbier aus, was eindeutig ein kein Stimmungsbringer war. Daher wurde der Weg in eine Kneipe gesucht. Im „Treffpunkt“ wurden wackere Mitstreiter gefunden und sofort die ersten weißen Spritzer rasch ausgetrunken. Unglücklicherweise bekamen zwei drei Kriegern diese Getränke nicht sonderlich. Die darauf folgenden Reaktionen veranlassten die Meute, wiederum sich eine weitere Spelunke zu suchen. Nach weitem Marsch über die Straßenseite fand sich ein passendes Etablissement. Weitere Getränke später gab es eine kleine Aufregung, da sehr betrunkene belgische Schiurlauberinnen einen Zimmerschlüssel nicht finden konnten. Auf Grund mangelnder Attraktivität fand sich kein SOBler, welcher Unterschlupf geben hätte können. In etwa kurz vor dem frühen Morgen haben es die fabulösen Schilehreranwerter vom Arlberg dann geschafft, so viele Vodka-Cola zu trinken, dass die Limonade leer getrunken war. Zwar hätte sich ein Ersatz gefunden, aber die Barmädels wollten heim. Um uns zur Heimkehr zu bewegen wurden wir sogar nach Hause kutschiert!

Der zweite Renntag stand im Zeichen des Slaloms und begann mit drastisch vermindertem Kopfweh. Dafür war der Gesamtzustand schon etwas abgekämpft. Der Slalomhang war kürzer, etwas weniger steil, dafür knackig eisig. Neben dem Rennslalom wurde extra ein Übungsslalom gesteckt. Ideal um sich einzufahren, oder wie in meinem Fall, überhaupt einmal Slalomstangen kennen zu lernen. Vor mir wartete eine junge Frau geduldig, bevor sie sich am Übungshang versuchte. Was genau vier Stangen gut ging, um dann mit einem Einfädler zu enden. Das wäre jetzt ja nicht so schlimm, wäre da nicht die Tatsache, dass die junge Schifahrerin quasi ungebremst mit dem Kopf aufschlug und benommen nach unten schlitterte. Etwas erschrocken fuhr ich hinterher, ergriff ihren Schi und packte die Frau am Arm, um das Schlittern zu stoppen. Meine Frage nach dem Wohlbefinden wurde mit einem Anheben des Kopfes quittiert, aus dessen Mund uns Nase das Blut quasi heraus geronnen kam. Glücklicherweise waren sofort weitere Teilnehmer zur Stelle, darunter auch ein Mediziner. So beschränke sich meine Hilfe auf die Verständigung der Pistenrettung. Es stellte sich die Situation jedoch gottlob als doch eher harmlos heraus, aber die Blutlacke im Schnee und die Info, dass sich am Vortag ein Teilnehmer seinen Schienbeinkopf zertrümmerte, gaben der Vorfreude massive Probleme. Die Truppe gab die Parole aus: „Das Bier muss am Abend noch schmerzfrei trinkbar sein!“. Im Nachhinein muss ich sagen, Slalom ist wirklich aufregend zu fahren, anstrengend und fordernd. Viele Pistenkilometer wurden an diesem Nachmittag sowieso nicht mehr bewältigt. Aber dafür die Sonne auf der Sonnenterasse intensiv bei Speis, Trank und Gelächter genossen.
Die abendliche Siegerehrung kann durchaus auch als Materialschlacht bezeichnet werden. Ansonsten ist meine Heimkehr mit zwei Pokalen schwer zu erklären. Den besten Preis jedoch ergatterte unser Tscherfi. Die zwei Teilnehmer, welche am nächsten an die Durchschnittszeit heranfuhren, wurden mit zwei Gutscheinen bedacht. Tja, und unser Tscherfi war der Durchschnittlichste von allen. Dennoch muss ich der Idee einen gewissen Charme zusprechen. Nach langem Verteilen war die Siegerehrung dann doch vorbei. Muli, Joker und ich waren dermaßen geschlaucht, dass wir nicht mehr aus allen Rohren feuern konnten und uns relativ früh in die Federn begaben. Nur Tscherfi, beflügelt von Abgabe seiner Masterthesis, hielt dem Druck stand und gab alles für das Team. Ich war sehr froh, am Sonntag daheim angekommen zu sein!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

Wieder einmal näherte sich die Weihnachtszeit, was wiederum auch daran zu erkennen war, dass auf diversen Buden Krambambuli gebraut und ausgeschenkt wurde. Wie bekannt gibt es zwei Möglichkeiten: Das Getränk wird schmackhaft oder einfach nur sehr alkoholhaltig zubereitet. Auf der Rugia ist bekanntlich letztere die gelebte Wahl. Dafür muss nicht so viel davon getrunken werden, bis das Rauschkind erscheint.

Nun, irgendwann war auch ich an diesem Punkt angelangt und brach in Richtung Schlaf auf. Zu Fuß im tatsächlich etwas weißen Wien kam mir recht bald der Gedanke, dass es rund um meine Ohren recht zugig war. Doch meine Mütze konnte ich nicht aufsetzten, denn sie war irgendwie nicht da! Vielleicht ist diese mir ja aus der Jackentasche in den Schnee gefallen, kam mir in den Sinn. Zurückstapfend graste ich mit den Augen den Gehsteig ab und siehe da, etwas lag im Schnee. Ein Handy war es, etwas älter und nicht meines.

„So ein Mist!“ Jetzt hängt mir das auch noch nach. Doch ich bin eine gute, ehrliche Haut, also machte ich mit mir folgenden Handel aus. Falls keine Sperre vorhanden ist, so wird der letzte Anruf zurückgerufen. Ansonsten fliegt das Handy wieder zum Boden. Es war ja klar, dass sich auch noch prompt eine sehr pubertär klingende Mädchenstimme meldete und aufgeregt erzählte, wie verzweifelt ihre Freundin nicht wäre. Ok, ich trug auf, dass sie mich morgen auf diesem, ihrem Handy, erreichen könne. Aber ja nicht vor Mittag! So wurde es ausgemacht und ich marschierte zurück zur Bude, wo ich natürlich nicht meine Mütze finden konnte.

Irgendwann knallte ich in die Federn und schlief ein. Bis mich ein schrillendes Gebimmel aus dem Schlaf riss. Vollkommen neben meinen Schuhen konnte ich mich dann an das Handy erinnern, hob ohne Hinzusehen ab mit einem „Hallo?“ Jetzt war meine Stimme leicht heiser und vollkommen verkatert. Am anderen Ende der Leitung befand sich eine besorgte Mutter, dessen Tochter sich noch nicht gemeldet hatte. Wie auch, war ja deren Handy gerade in meiner Hand. Doch das komplett entsetzte Gesicht dieser Mutter konnte ich förmlich vor mir sehen in diesem Moment. Dieser gelebte, ins Mark fahrende Schock. Ich versuchte schnell die Situation zu erklären, konnte aber nur noch das Auflegen dieser Mutter vernehmen. Irgendwie meldete sich dann die Tochter und ich brachte ihr das Handy entgegen. Da stand dann eine vielleicht 14-jährige Zahnspannenträgerin, leicht verlegen und ein Mit zwanziger, der innerlich nur noch lachen konnte bei dem Gedanken an das Theater, welches diese Tochter bald erwarten würde!!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

(Bludenz) Feldkirch – Einsiedeln   23. November 2010

Es gibt Menschen, die wandern gerne. Es gibt Menschen, die wandern viel und es gibt Verrückte, die wandern gar von Wien nach Santiago de Compostela. Symptome solchen Wahns sind beispielsweise das Stammeln von Phrasen wie “Ich bin am Jakobsweg.” :shock:

Was ist nun zu tun, falls jemand tatsächlich von dieser Idee befallen wird? Er wird natürlich tatkräftig dabei unterstützt. :!: Unser Mulan war einer der ersten, welcher diese Unterstützung versprach. Angesteckt während der Inkubationszeit wurden dann auch noch der Wuz und ich selbst. Der Plan ward geboren: Wir begleiten den Irren (Spitzle) auf seiner schwierigen Etappe von Bludenz(A) nach Einsiedeln (CH). Einige Eckpunkte der Route sind die Länge von mehr als 100 km und das Höhenprofil von etwa 1800 Metern.

Nachdem wir drei Musketiere uns mit passendem Equipment eingedeckt hatten, trafen sich Wuz, Spitzle und ich Vorabends in einer Kneipe, um die genaue Route zu planen. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber in Begleitung weiterer Gesellen fand ich mich um 04:00 im “Asylantis” mit einer weiteren leeren Flasche Wodka wieder und beschloss kopfschüttelnd, doch noch drei Stunden zu schlafen. :roll: Die beiden anderen Haudegen hatten noch das Bedürfnis in einem Striplokal eine Cowboyschorle trinken zu gehen. Mein Kopfschütteln intensivierte sich etwas.

Erster Tag: Feldkirch – Sargans
Komplett im Sand wartete ich am sehr frühen Morgen an der Straße auf Papa von Spitzle, welcher uns nach Feldkirch zu Mulan seinem Domizil fahren würde. Ich war so kaputt, dass ich mich hinsetzen und zusätzlich an einen Pfosten anlehnen musste. Hochgerissen wurde ich nur von einem Radfahrer, welcher an mir vorbei zur Arbeit fuhr und in schallendes Gelächter ausbrach. :evil: Â Nach kurzer Autofahrt trafen wir bei Mulan ein, welcher es nicht fassen konnte, in welchem Zustand wir uns befanden. Nach einem überlebenswichtigem Frühstück und einem noch viel wichtigeren Schnaps ging es los. Mulan übernahm die Spitze, um uns auf den richtigen Weg zu losten. Nach etwa 500 Metern mussten wir feststellen, uns verlaufen zu haben und baten das GPS-Navigationsgerät um Hilfe. Querfeldein nach einem steilen Anstieg wurde der richtige Weg gefunden und die drei Nachtschwärmer bereuten jede Sekunde Schlafmangel und jeden Tropfen Alkoholgenuss. Kurz darauf begegnete uns dann ein richtiger “Alki” und unsere Schmerzen waren nur noch halb so schlimm. Die Stimmung wurde besser und kurze Zeit später konnte die Grenze nach Liechtenstein überwunden werden. Mit neuen Kräften ausgestattet begann ein Ritual, welches sich durch die ganze Reise ziehen sollte: Es wurde ständig Blödsinn geschwafelt und jeder, der es wagte auch nur einen intelligenten Satz zu beginnen, bekam ein freundliches “Halt se” zu hören (hdt: Sei bitte still!).

Dass Liechtenstein jetzt nicht für seine große Fläche berühmt ist, war mir bewusst. Dass es jedoch locker in einem halben Tag durchschritten werden kann, war dann doch ein leicht komisches Gefühl. :wink: Leider wurde uns Neulingen nach der Grenze zur Schweiz erst bewusst, was pilgern auch bedeuten kann: Einen Damm (am Rein) stundenlang entlangzulaufen, ohne sichtbares Ziel zu erkennen, kann etwas zermürbend sein. Leider bekam Mulan eine große Blase, welche sich nicht gut behandeln ließ. Er musste die letzte Stunde Wandern per Zug abkürzen. Am Abend trafen wir uns in der ersten Herberge wieder. Leider hatte das Restaurant Ruhetag, was doch für Verwunderung sorgte. Es war ja schließlich Samstag. Nach gefundener Pizzeria und einem kurzem Barbesuch musste ich feststellen, dass meine Gelenke beleidigt waren und war dann froh um die Nachtruhe.

Zweiter Tag: Sargans – Niederurnen
Das Aufstehen am zweiten Tag brachte die Erkenntnis, dass nun der Kater endgültig überwunden ward, die Schmerzen aber einfach zu den Sehnen und Bändern nach unten gewandert sein mussten. Die ersten Schritte nach dem Frühstück waren wenig erquickend, aber es stellte sich doch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Und nach kurzer Zeit “Halt se”… Die Anzahl Schweizer Flaggen nimmt überproportional zu, je weiter die Grenze hinter einem liegt. Dies gilt auch für Schießplätze aller Art. Manch Wanderweg bietet ein Schild, welches vor einem solchen Örtchen warnt. Damit nicht genug ist dort eine Karte vorhanden, welche eine “Umgehung” eingezeichnet hat. Darunter befinden sich die Termine der nächsten Schießübungen, an welchem dann die Umgehung zu benützen ist. Beinahe könnte der Eindruck entstehen, die Eidgenossen bewachen da irgendetwas Wertvolles. Nach einem Viertel des Weges standen die Wackeren am Ostende des Walensees. Burger mit Pommes zu Mittag hob die Laune und der Marsch konnte weitergehen. Der Weg führte zum Großteil am Ufer, teilweise an der Autobahn entlang und auch ab und zu in den Wald oberhalb des Sees. Leider kam Mulan langsam an seine Grenzen. Anfangs wurde noch gescherzt, jedoch nachdem selbst eine kleine Stiege nach der Kaffeejause zur Qual wurde, kamen erste Zweifel auf und bald darauf wurde nach gut 30 km der K-N-M-Punkt (Kann-nicht mehr-Meilenstein) erreicht. Die Aufgabe war sicher bitter, doch die Strapazen waren deutlich sichtbar. Kein Wunder, mehr als 60 km wurden bisher zurückgelegt. Der “Qualensee” wurde von nun an zu Dritt entlang marschiert. Zum Teil führte der Weg durch eigens für Fußgänger und Radfahrer angelegte Stollen (inklusive neuem Asphalt und Beleuchtung). Am Ende waren wir dann doch noch länger als gedacht unterwegs und waren froh, in der Herberge anzukommen. Welche Überraschung wartete auf uns: Das Restaurant war am Sonntag geschlossen! Bei den Schweizern ist auch im Gastgewerbe das Wochenende heilig!

Dritter Tag: Einsiedeln am Fuße des Mount “Halt-se”
Nach entspannendem Schlaf brachen die Verbliebenen zur letzten Etappe nach Einsiedeln auf. Herrlich, die Schweizer Speis-und-Trank-Gilde hatte ja verlässlich geschlossen und so musste, um Nahrung zu finden, ein Umweg zu einer Autobahnraststätte eingeschlagen werden. Dort wurde so richtig zugelangt, die Rechnung vorsichtshalber nicht näher betrachtet. Das erste Drittel des Weges hatte keine großen Hürden für uns parat. Außer etwas interessanten Wegweisern in und um das Örtchen “Lachen”, welche darauf hinwiesen, dass in 10 Minuten weitere Wegweiser zu finden sind. Zum ersten Mal richtig bergauf ging es dann zu einer Anhöhe, welche einen traumhaften Blick auf den Zürichsee bot. Ein weiterer Blick hinter uns ließ jedoch das Problem des Tages erkennen: Wolken, viele davon wirklich schwarz. Somit war die Herausforderung klar: Einsiedeln erreichen, bevor das Gewitter uns eingeholt hatte. Zu Beginn waren das Tempo und die Motivation bescheiden. Doch nach dem Mittagessen ging es zur Sache. Laut Wegweiser war Einsiedeln noch etwa 5:30 Stunden entfernt. Wie von der Tarantel gestochen wurde losmarschiert. Je nach aktueller Lage wurde die Führungsaufgabe ständig gewechselt, um die Schrittgeschwindigkeit hoch zu halten. Leider war der Weg steil und von ständigem Wechsel zwischen hinauf und bergab geprägt. Am Ende standen 42 km und über 1500 Höhenmeter zu Buche. Kurz vor Einsiedeln erhellte den Wandersmann ein traumhaften Blick auf den Sihlsee sowie auf eine prächtige Bergkulisse, dessen markantester Berg zum Mount “Halt-se” erklärt wurde. Wer dort auf den Gipfel gelangen sollte, darf der ganzen Welt einen kurzes “Halt se” übermitteln. Uns war der Weg nach Einsiedeln genug. Schlussendlich konnte die Zeit auf unter 3 Stunden reduziert werden. Stolz dieser Leistung hatten wir uns ein Bier (sehr hübsche Kellnerin!) verdient und ließen die letzten drei Tage kurz Revue passieren. Für mich war hier mein Endpunkt. Wuz begleitete Spitzle noch zwei weitere Tage. Anfang November erreichte Spitzle nach ca. 3100 km Santiago de Compostela!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

Prelog

Ich erinnere mich, wage erwähnt zu haben, eigentlich kein großer Festivalgeher zu sein. Aber es gibt dann doch Situationen, welche die eigene Meinung durchaus zu ändern im Stande sind. Die Aussicht, Muse und die Toten Hosen gleichzeitig erleben zu dürfen, ließen mich schwach werden.

Die Vorbereitungen liefen eigentlich recht zügig. Leider mussten Christoph und ich auf sein 1,5-Mann-Zelt zurückgreifen, da sich eine andere Gelegenheit nicht ergeben hat. Zu dem Zeitpunkt konnte ich den Kuschelfaktor noch gar nicht richtig einschätzen. Wurscht -> Tom und Sissi, aufgewachsen in der Gegend von St. Pölten, übernahmen den Zeltaufbau. Der eigentliche Schmäh lag jetzt darin, dass beide Zelte schon einen Tag vor dem Festival aufgebaut wurden. Dies garantierte einen sehr günstig gelegenen Zeltplatz.

Donnerstag, Erster Tag

Die Anreise gestaltete sich sehr angenehm. Linda fuhr mit dem Auto zum Ort des Geschehens und gab Christoph und mir eine Mitfahrgelegenheit. Der Weg war auf Grund von Autobahn, Muse aus dem Radio und linker Überholspur recht zügig bewältigt. Kurze Zeit nach Abfahrt fanden wir uns am hinteren Ende der Eingangsschlange wieder. Es ist jedesmal erstaunlich, welche Ressourcen erfahrene Festivalbesucher, z.T. mit Sackwagen, regelrecht herankarren. Nur der eigene Durst wird bei Anblick von Paletten von Bier nicht geringer, ehrlich!

Ebenfalls nur wenig später erreichten wir unser Zelt. Komisch, aufgebaut sah es sogar noch kleiner aus. Mehrere andere Zelte bildeten mit unserem zusammen quasi einen Kreis und in der Mitte, im Schatten eines Baumes, blieb ein größerer Platz zum Verweilen, herrlich! Leider mussten wir erfahren, dass die Stühle sowie der Tisch von Tom und Sissi schon in der Nacht vor dem eigentlichen Start geklaut wurden. Den Frust mussten beide dann mit Alkohol behandeln, was wir nicht alleine zulassen konnten. Bald war vor allem Christoph nicht mehr zu halten: Auf zum Musikgeschehen. Den Anfang gab “Peaches”. Eine komplett wahnsinnige Künstlerin, die es fertig gebracht hat, dass ihr nicht komplett von einem/einer komplett nackten Transsexuellen die Show gestohlen wurde. Ich war stark baff. Aber he, der/die/das konnte tatsächlich Busen und Gemächt gleichzeitig wedeln lassen! Das nächste Highlight war dann Skunk Anansie (Hedonism) und vor allem deren Sängerin Deborah Anne Dyer. Geniale Stimme und eine tolle Performance haben schwer beeindruckt. Zum Schluss kam der Auftritt von Muse: Eineinhalb Stunden Rock was geht. Genial! Zum abschließenden Feierabend wiesen ganz freundliche Sicherheitsbeauftragte den braven Besucher sanft Richtung Ausgang. Nach weiteren Getränken mit lustigen Gestalten war die Zeit reif, den Kuschelfaktor des Zeltes zu testen!

Freitag, Zweiter Tag

In so einem kleinen Zelt geht es durchaus heiß her, vor allem wenn die Sonne darauf knallt. 9 Uhr, Hitze, Brand und alle Zustände verlangten ein schleuniges “Ausdemzeltgehen”. Wach und verkatert ward die Idee geboren, duschen zu gehen. Vor den Duschen ließ die Genialität dieses Gedankens leider schnell nach. Am Rückweg dann die nächste grenzgeniale Idee: Baden im Fluss Traisen, um das Duschen zu ersetzen. Badehose angezogen konnte an Hand des wilden Zitterns erster Wagemutiger beobachtet werden, dass die Wassertemperatur jetzt nicht Thermalniveau erreicht haben dürfte. Als Christoph dann kurz nach Erreichen der Kniehöhe ein etwas verzerrtes Gesicht erkennen ließ, war mein Entschluss gefasst, einfach gleich kopfüber hineinzuspringen. Dieses Gefühl von absoluter Frische, etwa eine halbe Sekunde lang, ist kaum zu beschreiben. Das Auftauchen und erstmals tiefe Luftholen sind ebenfalls nur schwer in Worte zu fassen. Ein Versuch wäre: Arktisch!

Sauber und hellwach wurde der Nachmittag damit verbracht, gemütlich zu speisen und zu trinken. Relaxen wurde ganz groß geschrieben. Ich begleitete Tom und Sissi, dessen Schwester zu besuchen. Tom war der Meinung, dass ich die Bierdose vor der Ankunft hätte austrinken können. Tja. Viel wichtiger war ihm aber, schnell bei der Rückfahrt weiteren Alkohol einzukaufen. Leider waren die auftretenden Musiker an diesem Abend allesamt nicht mein Fall bzw. haben mich wenig aus der Reserve gelockt. Mein Fazit war daher: Nix Massive Attacke, eher massiv langweilig. Geschmäcker sind verschieden.

Samstag, dritter Tag

Das Aufstehen ähnelte doch stark dem vom Freitag. Nur zogen wir die Dusche diesmal der Traisen vor. Im Laufe des Tages wurde ich irgendwann doch dazu überredet, an einem für mich neuartigen “Trinkspiel” teilzunehmen.

Exkurs – Das Trinkspiel:

Zwei Teams treten gegeneinander an und stehen sich im Abstand von ca. 6 m gegenüber. In der Mitte wird ein Turm (meist aus leeren Bierdosen) aufgestellt. Es wird geknobelt, wer beginnen und damit werfen darf. Es ist immer abwechselnd ein Teammitglied der Werfer bzw. auf der anderen Seite der Ingenieur. Trifft der Werfer nicht, so ist die andere Mannschaft an der Reihe und darf ihrerseits werfen. Wird der Turm getroffen, so muss der Ingenieur des Gegners den Turm aufbauen. Als Belohnung darf das Team rund um den Werfer so lange aus der Bierdose trinken, bis der Ingenieur den Turm wieder aufgebaut hat und bei seinem Team zurück ist. Hat jemand sein Bier leer, so geht er zur Seite und feuert sein Team an. Jenes Team, welches alle Bierdosen ausgetrunken hat, ist das Siegerteam und bekommt nochmal ihren Bierverbrauch in vollen Dosen ausgehändigt. Verschüttet jemand seine Dose (welche immer am Boden zu stehen hat), so muss er diese komplett austrinken und mit einer neuen, vollen Dose weiterspielen. Ist alles in allem doch simpel, oder?

Nach drei gewonnen Spielen war mein Magen wirklich voll und ich hatte länger zu tun, die Gewinne zu konsumieren. Glücklicherweise gab es Wodka zum Verdauen. Irgendwann wurde es dunkel (um mich) und mein persönliches Highlight lag vor mir: Die Toten Hosen. Endlich. Das Konzert dauerte zwei Stunden (!) und die Band spielte alle Hits – unvergesslich!!!

Nach einer weiteren, kuscheligen Nacht und einem dritten harten Aufwachen wurde die Heimreise angetreten. Müde, abgekämpft aber glücklich trafen wir in unserer WG ein und waren doch froh, dem Zelt adieu sagen zu können!

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

Der 24-Sekunden-Apparat   22. März 2010

Vor kurzem durfte ich seit sehr langer Zeit wieder einmal am Schreibertisch eines Basketballmatches platznehmen. Grund dafür war, dass jedes Team entweder den Schreiber oder die Zeitnehmer der Partie stellen musste. Eine Zeitnahme betrifft immer die laufende Spielzeit als auch die 24-Sekunden-Schussuhr. Leider hat unser Team diesen Umstand etwas verschlafen. Einig waren wir uns schließlich (auch mit dem Gegner), dass zwei unserer Mannschaft die Zeitnehmerposten besetzt hielten und diese jedes Viertel getauscht wurden.

24SekApp

Ich durfte während des ersten Viertels die 24 Sekunden pro Angrif messen. Jetzt der Witz an diesem Tag. Für solch eine Aufgabe muss ein Gerät gerade einmal von 24 bis 0 herunterzählen können :o . Noch unfassbarer, ein Stop als auch ein Neustart der Zeit müssen möglich sein. Ich glaube, ich habe das Sowjet-Modell aus der Besatzungszeit bedient. Gut, es hatte einen Schalter und einen Knopf. Eigentlich sind dies die minimal benötigten Eingabemöglichkeiten. Es fällt mir schwer zu beschreiben, was für ein riesen Metallkasten vor mir stand, daher habe ich ein Foto davon gemacht. Unfassbar …

Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »

Jeder der mich kennt weiß, dass ich generell kein großer Freund von Haustierhaltung (insbesondere von Hunden) bin. Aus diesem Grund war mir klar, selber niemals ein solches besitzen zu wollen bzw. zu werden. Jetzt muss ich leider zugeben, dass bestimmte Situationen einfach so nicht vorhersehbar sind. :-?

Etwa einen Monat, bevor ich bei meiner Freundin Linda eingezogeben bin, hoppelt da plötzlich ein Büschel Haare durch die Wohnung. Dieses Büschel stellte sich als Kaninchen mit Namen Winnie heraus. Linda’s erster Hase, Pooh, lebt seit langem bei ihren Eltern. Da er kastriert werden musste, wurde beschlossen, ihm weibliche Gesellschaft zu ermöglichen. Kaninchen und Hasen sollten eigentlich immer zu zweit in Kombination Weibchen und Männchen gehalten werden. :!:

Die ersten Tage verhielten sich die beiden friedlich, wahrten aber Distanz, was mit Scheu erklärt wurde. Nach kurzer Zeit fingen die beiden an, sich zu zanken. Die Intensität nahm schnell zu und wenig später bissen sich die Kaninchen gegenseitig sogar blutig. :evil: Sie mussten getrennt werden. So kam Winnie zu Linda zurück. Da ich nun auch bei Linda eingezogen war, wurde ich zwangsweise Kaninchen-Stiefpapa.

Es vergingen etwa weitere zwei Wochen, bis die Winnie merkwürdig zu grunzen/brummen anfing und vor allem Linda’s Haarzopf und Hose ständig begatten wollte. Hierauf lösten sich viele ungeklärte Fragen. Winnie war ein Männchen, welches mit Pooh Revierkämpfe ausgetragen hatte.

Seitdem treibt „Winfried“ bei uns sein Unwesen. Vor allem sein Knabberinstinkt, insbesondere bei Kabeln, ist massiv anstrengend. Seine Bilanz bisher:

2 Ladegerätekabel durchgebissen,Totalschaden

1 USB-Kabel durchgebissen, Totalschaden

Diverse Stromverteiler - Kabel massiv angebissen (bis zu den Drähten)

1 Waschmaschinenkabel durchgebissen, Kurzschluss, Totalschaden (Hase unverletzt)

Leider ist er einfach zu süß, als dass jemand lange auf ihn böse sein kann. Allerdings liegt das Leckerli irgendwann im Ofen, wenn er so weitermacht! :wink: Spaß beiseite: „So lange die Freude an ihm den Schaden, den er anrichtet, überwiegt, darf er weiter bei uns bleiben!“

Veröffentlicht in Lustiges | Keine Kommentare »

Toskana 2009   22. November 2009

Toskana 2009

Bella Italia! Italien ist zweifelsohne immer eine Reise wert und die Toskana im Besonderen. Es waren wohl meine letzten Ferien überhaupt in meinem Leben. Diese Reise war für uns „altgediente“ TU-Studenten so etwas wie ein vielleicht letztes kleines gemeinsames Abenteuer eben als Studenten. Einen wesentlichen Anteil am Zustandekommen des Unternehmens trägt wohl Bernhard und der Umstand, dass seine Familie eine private Wohnung in einem ehemaligen Kloster in der Nähe von Montepulciano besitzen.

Dieser Komfortzugewinn muss jedoch in Relation zu den Anreisebedingungen gesehen werden. 12 Stunden Fahrtzeit in einem Auto mit vier Erwachsenen bei ganz viel Grad Celsius kann wirklich zermürbend sein. Falls jetzt jemand den Einwand bringt, dass es auch fünf Erwachsene in diesem Vehikel hätten sein können: Die Rückfahrt wurde zu fünft angetreten. Der Hauptschrauberpilotenschein nebst Hubschrauber hätte durchaus auch seine Vorzüge.

Egal, der Swimmingpool der Anlage entschädigte für vieles. Von Luxus kann jedoch kaum gesprochen werden. Fast jeden Abend wurde gekocht, die Wohnung ist knapp bemessen und eigentlich zu klein für fünf Personen und einen richtigen Ausgang mit Party hat es nie gegeben. Auch weil in dem kleinen Nest keine Möglichkeit dazu gewesen wäre.

Kultur wurde hingegen groß geschrieben. Besucht wurden die Orte, Montepulciano, Montalcino, San Gimignano, Siena und die ewige Stadt Rom. Leider waren wir nur einen Tag dort und das Wetter bzw. die Hitze setzten uns arg zu. Um 12 Uhr Mittags sollte einfach niemand das Forum Romanum besuchen. Dafür haben Sissi und Tom uns einen sagenhaften Vorteil gegenüber 95 Prozent aller Touristen beschert. Die Eintrittskarte für das Forum Romanum gilt auch für das Kolosseum. Doch statt bis zu 5 Stunden steht der Tourist dort nur 20 Minuten an und kann an der ganzen Warteschlange rund um das ganze (!) Kolosseum vorbeigehen. Heinzis Triumphzug in Rom wurde ermöglicht!

An exzellentem Speis und Trank ward auch kein Mangel entstanden. Wildschweinschinken, Nudeln in Trüffelsauce, Steack nach Fiorentina Art, Brunello, Chianti und natürlich Pasta und Pizza wurden geordert und auch genossen. In Sachen Ess- und Trinkkultur muss den Italienern dann doch Anerkennung gezollt werden.

Doch wie so oft ist der Zeitpunkt der Abreise viel zu schnell gekommen. Wehmütig, aber auch ermüded von den vielen anstrengenden Ausfülgen wurde die Heimreise angetreten. Bella Italia, immer eine Reise wert!

Veröffentlicht in Erlebnisse | Keine Kommentare »

Ball der Technik 2009   21. November 2009

Einer der Höhepunkte des Wiener Ballkalenders ist sicherlich der Ball der Technik in der Wiener Hofburg. Jetzt ist eine Karte, besonders an einem guten Tisch, recht teuer. Legt man den Index um auf ein gewöhnliches Studentenbudget, hat sich die Sache schnell erledigt.

Jedoch gibt es einen Rabatt für Studenten (der TU-Wien), welcher den Preis deutlich senkt ;-) . Daher gibt es zwei gute Gründe dort einmal aufzukreuzen, bevor das Studentendasein dahin ist: Eine günstige Ballkarte und der zudem Faktor, generell TU-Student zu sein. :idea: Einmal muss ich fast als Student dort mitmischen. Mit von der Partie waren Linda (meine bessere Hälfte), Tom und Sissi (seine bessere Hälfte).
Einmal in Schale geworfen muss natürlich vorgefeiert werden, die Preise für Speis und Trank in der Hofburg lassen die Kosten für die Ballkarten geradezu vernachlässigbar gering aussehen. Die Situation war sogar dermaßen kritisch, dass selbst der „Würschtlinger“ beim Parlament noch um ein 16er-Blech erleichtert werden musste. :! In der Hofburg, besonders beim ersten Besuch, ist schon staunen angesagt. Prunkvoll haben die damaligen Herrscher schon gelebt. Nur die Walzerrunde, nachdem der Ballheuriger besucht wurde, erzeugte leichte Schwindelgefühle. Irgendwann früh des Morgens wart der Heimweg angetreten, zumindest bis zum Taxistand. Ein tolles Erlebnis war es allemal!Ball der Technik 2009

Einer der Höhepunkte des Wiener Ballkalenders ist sicherlich der Ball der Technik in der Wiener Hofburg. Jetzt ist eine Karte, besonders an einem guten Tisch, recht teuer. Legt man den Index um auf ein gewöhnliches Studentenbudget, hat sich die Sache schnell erledigt.

Jedoch gibt es einen Rabatt für Studenten (der TU-Wien), welcher den Preis deutlich senkt ;-) . Daher gibt es zwei gute Gründe dort einmal aufzukreuzen, bevor das Studentendasein dahin ist: Eine günstige Ballkarte und der zudem Faktor, generell TU-Student zu sein. :idea: Einmal muss ich fast als Student dort mitmischen. Mit von der Partie waren Linda (meine bessere Hälfte), Tom und Sissi (seine bessere Hälfte).

Einmal in Schale geworfen muss natürlich vorgefeiert werden, die Preise für Speis und Trank in der Hofburg lassen die Kosten für die Ballkarten geradezu vernachlässigbar gering aussehen. Die Situation war sogar dermaßen kritisch, dass selbst der „Würschtlinger“ beim Parlament noch um ein 16er-Blech erleichtert werden musste. :! In der Hofburg, besonders beim ersten Besuch, ist schon staunen angesagt. Prunkvoll haben die damaligen Herrscher schon gelebt. Nur die Walzerrunde, nachdem der Ballheuriger besucht wurde, erzeugte leichte Schwindelgefühle. Irgendwann früh des Morgens wart der Heimweg angetreten, zumindest bis zum Taxistand. Ein tolles Erlebnis war es allemal!

Veröffentlicht in Erlebnisse | 8 Kommentare »